Essen fuer Arme




Dieses Forum hat viele begeisterte Köche und Esser, daher halte ich ein Extra-Forümchen für angebracht. :)

Hier ist Platz für Rezepte, Fragen und Ideen.

Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Do 9. Aug 2018, 08:15

Klingt gut, ich würde wahrscheinlich noch Tiefkühlerbsen dazu werfen. :wackelbraue:

Wurstmäßig geht vermutlich alles, was weg muss - auch Aufschnitt.
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von Anzeige » Do 9. Aug 2018, 08:15

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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Fr 17. Aug 2018, 16:07

Ok, also gibt es das die naechsten Tage, hab naemlich noch einiges an Aufschnitt ueber :)

Noch ein weiterer Klassiker hier im Hause, vegetarisch bzw. je nach Dressing sogar Vegan und ne verdammt gute Proteinquelle.
Bohnen-Mais-Salat - einfach je eine Dose Bohnen und Mais abtropfen lassen, falls vorhanden noch ne fein gehackte Zwiebel dazu und mit Dressing nach Wahl anmachen. Wenn mehr Geld da ist oder so laesst sich das ganze auch prima mit Cashewkernen, Krabben oder sonstwas ergaenzen.
Ebenfalls spottbillig und (laut Ernaehrungslehre-Unterricht) auch halbwegs gut vom Ergaenzungswert (oder wie der Kram hiess) beim Protein: Bohnen und Toast, am besten zum Fruehstueck. Noch ne Tasse Tee mit Milch dazu und es ist fast wie England :)
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Fr 17. Aug 2018, 17:48

Hält auch lange vor vom Sättigungsgefühl her. :cool:

Bei mir gab's zum Abendessen einen Sommerklassiker: Tomatenbrot.
Soviel Brot, wie man essen mag, buttern, dick mit Tomatenscheiben belegen, fein gewürfelte Zwiebel daraufstreuen, mit Salz, Pfeffer und eventuell Balsamico würzen. :win:
Schmeckt auch super mit frischer Gurke.
Tipp: mit Messer und Gabel essen. :pfeif:
Dazu schmeckt Tee. Oder auch ein Bier.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Fr 17. Aug 2018, 23:18

Tomatenbrot ist gut, habs auf der Barcelona-Klassenfahrt immer zum Fruehstueck gefuttert. Wobei ich persoenlich das Brot noch mit etwas Knoblauch einreiben wuerde und Olivenoel statt Butter nehm.

Ebenfalls lecker zu Bier sind Kaesetaschen und Sausage Rolls. Fuer die Kaesetaschen einfach Blaetterteig mit einer Mischung aus geriebener Kartoffel (oder Kartoffelbreiresten), gehackter Zwiebel und Kaeseresten fuellen, fuer die Sausage Rolls einfach Wuerstchen nach Wahl und preiswert (nehm meist Bockwuerstchen oder Bratwurst in Deutschland) in Blaetterteig packen und beides jeweils bei grob 180C fuer 20 bis 40 (bei rohen Kartoffeln, die brauchen etwas laenger) in den Ofen schieben.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » So 19. Aug 2018, 19:04

Ich habe gestern für heute mit gekocht bzw gebacken.

Das Gericht sieht kacke aus und hat keinen Namen, schmeckt aber sehr gut (fand ich), hat viel Protein, macht wenig Arbeit und kostet nicht viel.

Namenloses hässliches Essen mit Hähnchenschenkeln
Für 2 Portionen:
- 2 Hähnchenschenkel
- 6 mittelgroße Kartoffeln (oder mehr, oder weniger, eben soviel wie ihr zu essen gedenkt)
- 1-2 Zwiebeln
- ein Glas Kapucijners oä wie eine große Dose Kichererbsen oder braune Bohnen
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Currypulver (nichts edles, das Kurkumapuder von Aldi halt)
- Thymian und Majoran
- etwas Öl
- Wasser

Den Ofen auf 225° C vorheizen.
Die Kartoffeln gründlich waschen undoder schälen, dann in Würfel mit etwa 1 cm Seitenlänge schneiden und in eine leicht geölte kleine Auflaufform werfen.
Zwiebel grob würfeln und darunter mengen.
Salz, Pfeffer darüberstreuen und ein wenig Wasser in die Form gießen - etwa 1 cm am Formboden.
Die Hülsenfrüchte abgießen und über den Kartoffeln verteilen.
Darüber großzügig die Kräuter werfen.
Salz, Pfeffer, Paprika und Curry mit Öl verrühren und damit die Hühnerschenkel bestreichen.
Für 45-60 Minuten (bis die Schenkel gar sind) in den Ofen, die Hühnchenbeine dabei ab und an wenden, damit sie von beiden Seiten knusprig werden.
Dabei wird die oberste Schicht Hülsenfrüchte ein wenig knusprig, was ich ganz lecker fand.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Sa 25. Aug 2018, 17:47

Heute gab's Salzkartoffeln, Beamtenstippe und sehr einfaches Wirsinggemüse.

Meines Wissens nach ist Beamtenstippe ein DDR-Rezept, und es gab/gibt viele solcher Rezepte, die das beste aus begrenzten Mitteln machen - Jägerschnitzel zum Beispiel. :win:
Lohnt sich, auch mal da zu stöbern. :cool:

Beamtenstippe:
- 1-2 dicke Zwiebeln würfeln und anbraten
- 1 Pfund Hack dazu und krümelig braten
- 1 Esslöffel Mehl darüber streuen
- 350 ml Instantbrühe zugießen
- 1 Esslöffel Paprikapulver (oder mehr :pfeif: ) dazu.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Et voila! Ein Topf schnellgekochter, preiswerter Hackfleischsoße, die zu Kartoffeln, Reis und Nudeln schmeckt.


Jägerschnitzel ala DDR
- Soviele dicke (~1 cm) Jagdwurstscheiben, wie man als Beilage essen möchte
- Pfeffer, Paprikapulver
- Ei und Paniermehl
- Fett zum braten

Die Scheiben würzen (salzig genug sind sie meist) und panieren. Braten. Essen.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Sa 25. Aug 2018, 23:54

DDR-Rezepte sind ein Traum bei wenig Geld (und aehnlichem), zumal die meisten auch recht flexibel sind. Wenn irgendwas in Fett gebraten werden muss, wird schlicht das naechstbeste genommen, das da ist.
Beamtenstippe gibt es bei uns immer mit fein gehackten Essiggurken und der Fluessigkeit aus dem Gurkenglas samt Gewuerzen, das gibt dann nochmal mehr Geschmack (und die Gurkenbruehe wuerde sonst eh nur in den Muell wandern).

Bei uns gab es letzten uebrigens Pseudo-Labskaus. Kurz Corned Beef und gewuerfelte Zwiebel angebraten, gehackte rote Beete (hatte noch so nen halbes Vakuum-Pack) dazu, mit ordentlich Fluessigkeit (Wasser oder evtl Wasser+Milch) aufgiessen und Kartoffelbreipulver einruehren. Je nach Konsistenz evtl nochmal etwas Wasser dazu und mit Pfeffer abschmecken (Salz sollt am Fleisch schon mehr als genug sein). Schmeckt (je nach Verfuegbarkeit am besten mit nem Spiegelei, marinierten Hering nach Wahl und Essiggurke.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Mo 27. Aug 2018, 21:00

Was auch lecker ist: leergefuttertes Gurkenglas mit Sud mit Zwiebelscheiben füllen und ein paar Tage im Kühlschrank ziehen lassen. Natürlich kann man noch eine Knoblauchzehe, Pfeffer- undoder Senfkörner und ein paar Kräuter dazuwerfen.
Sehr lecker zu Bratkartoffeln oder Butterbrot.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Di 28. Aug 2018, 18:29

Stimmt :)

Oder Salatdressing, da laesst sich dann auch gut das Oel bei irgendwelchen Antipasti weiter verwenden, oder der letzte Rest Mayo/Remoulade. Wir bekommen nicht ohne Grund immer die fast leeren Packungen beim Sonntagsfruehstueck zugesteckt :pfeif:


Was auch immer gut geht und bei viel Gescmack wenig kostet: Knoblauchbutter, Kraeuterbutter und aehnliches Gedoens. Zur Not gehts auch mit Margarine, alle moeglichen Gewuerze/Rest lassen sich so strecken (hab letztens erst so nen Restchen Lachsersatz verwertet) und ergiebig ists auch noch. Nen halber Teeloeffel reicht locker fuer ein oder zwei Schnitten Brot (je nach Groesse).
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Mo 17. Sep 2018, 18:25

Fry Bread

2 Tassen Mehl
1 Tütchen Backpulver
Etwas Salz
Heißes Wasser (etwa 1 Tasse)
Fett zum Frittieren

Der Teig ist Pipifax und wird aus den Zutaten geknetet.
Er sollte glatt und weich, aber nicht klebrig sein.
Zugedeckt in den Kühlschrank stellen, damit er durchziehen kann - mindestens eine viertelstunde, besser sind zwei Stunden.
Dann in sechs Bällchen aufteilen, diese möglichst dünn ausrollen und goldbraun frittieren.
Schmeckt lecker mit Butter und Honig oder würzig.
Mit geschnippeltem Gemüse, Reibekäse, Fleisch und Sour cream wird's ein Navajo taco.
Oder man isst es superuncool mit Rübenkraut. :pfeif:
Kostet buchstäblich wenige Cents und schmeckt warm sehr gut.


Backofengemüse Grund"rezept":

- eine Auflaufform voll geschnittenem Gemüse - was grad Saison hat, im Angebot war oder weg muss; immer gut: Süßkartoffeln, Kohl, Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse, im Herbst Kürbis, TK-Gemüsemischungen (Reste),...
- so viele Kartoffeln, wie man zu essen bedenkt
- Zwiebel(n)
- Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Majoran, wenn man sie hat - geht zur Not auch ohne
- Salz, Pfeffer
- Optional: Paprika, Muskat, Kurkuma (unterstreicht auch bei typisch deutschen Gerichten den Kartoffelgeschmack), Worcestersauce, Knoblauch

Ich fette die Form normal nicht, und es setzt nichts an.
Alles in etwa 1×1 cm große Würfel schneiden und in die leere Form kippen.
Ordentlich würzen, mit den Händen ordentlich durchmischen, dann zu etwa einem Viertel bis einem Drittel mit Wasser auffüllen.
Für 30-45 Minuten bei 200°C in den Ofen.

Eignet sich gut, um vorzukochen oder viele Leute auf einmal zu bekochen, und es wird nicht viel Geschirr schmutzig.
Ich habe bislang noch keine schlechte Gemüsekombination zusammengestellt, es schmeckt eigentlich immer ganz anständig.
Mit Küchenmaschine (grobe Stücke häckseln lassen) oder so einem Schnippeldingens ala NicerDicer (ich habe eine Billigvariante für 10 €, die ich gern für sowas benutze) ist das Schneiden auch ruckzuck erledigt.
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