Essen fuer Arme




Dieses Forum hat viele begeisterte Köche und Esser, daher halte ich ein Extra-Forümchen für angebracht. :)

Hier ist Platz für Rezepte, Fragen und Ideen.

Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Mi 19. Sep 2018, 12:42

Bei uns kommt ans Ofengemuese idR noch der Rest Feta dran, der Platz im Kuehschrank wegnimmt ;)
Aber stimmt, viel falsch machen laesst sich da nicht.

Anbei mal unser Essen fuer heute - Chilisuppe sin carne/Tacosuppe

Fuer zwei Leute reichen ne Dose Tomaten, ein bis zwei Tomatendosen Wasser (je nach gewuenschter Konsistenz), ne halbe Dose Mais und ne halbe Dose Kidneybohnen als Grundzutaten (plus Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer als Gewuerz), erweitert wird das ganze bei Bedarf mit Zwiebel (fein gehackt und kurz angebraten), Knoblauch, Kaese und Paprika bzw Paprikamark. Alles zusammen kurz aufkochen und dann entweder so essen oder noch mit alten, vertrockneten Tortillas bestreuen.
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von Anzeige » Mi 19. Sep 2018, 12:42

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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Di 30. Okt 2018, 03:18

Nudeln ala Monatsende

- Ramen, Udon oä, so viele man zu essen bedenkt
- ein Ei, Tofu-, Fleisch- oder Wurstreste oder eine andere Proteinquelle (Seitan, Bohnen, Surimi, bla)
- mindestens ein Stück frisches und zum Rohverzehren geeignetes Gemüse wie Staudensellerie, Tomate, Champignons, Möhre...
- Wasser
- Salz, Pfeffer, Knoblauch, Chili, Sojasauce... was da ist und euch schmeckt

Nudeln und ggfs. Fleisch mit heißem Wasser übergießen und gar ziehen lassen, währenddessen das Gemüse in mundgerechte Happen schneiden.
Das Ei über die sehr (!!!) Nudeln schlagen und sofort gründlich untermischen, Gewürze dran, und noch kurz stehen lassen, damit das Ei in den heißen Nudeln garen kann.
Das Gemüse oben drauf geben und ggfs pfeffern und salzen.

Geht leicht in die asiatische Richtung, macht bei wenig Arbeits- und finanziellem Aufwand satt, lässt sich an den persönlichen Geschmack anpassen und ist halbwegs gesund (Protein, Vitamine, Ballaststoffe, wenig Fett) - glutenfrei könnte es mit Glasnudeln sein, vegan ist kein Problem, ebenso lassen sich Reste aller Art verwerten.
Und für müde, hungrige Menschen nach Feierabend extrem gut geeignet :wackelbraue:
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Fr 2. Nov 2018, 18:44

Instantnudeln sind eh Standardvorrat, also wieder was, das gut fuer uns hier passt :)

Werd vermutlich demnaechst ganz klassische Rumford-Suppe nach altem Rezept machen... wenns was wird, werd ich ne Abschrift und Umrechnung hier posten, im Original sieht das Rezept so aus: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... _Suppe.jpg
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Fr 2. Nov 2018, 20:00

Das klingt deftig. Und nach Vorratskochen für mehrere Tage. :gut:

Meine Mutter wünscht sich Erbsensuppe. Muss also morgen was Geräuchertes besorgen.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » Fr 2. Nov 2018, 21:32

Stimmt, eignet sich also wahrscheinlich gut fuer Sonntag, wenn wir wieder mal Besuch haben. Hab genau dafuer auch immer ein paar Packungen Speck da, zumindest der dicke haellt sich ja auch ohne Kuehlung. Zumindest hier bei uns ist momentan sogar welcher im Angebot, denke 10 Packungen sollten schon ne Weile reichen.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » So 4. Nov 2018, 18:45

Für Eintöpfe spitze, aber warum hast du soviel? :shock:
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » So 4. Nov 2018, 21:41

War im Angebot und wir essen eh unmengen an Speck, weil der so oder so recht billig is und geil schmeckt. Die Suppe aus dem Rezeptlink steht gerade noch auf dem Herd, werd aber gleich mal den Essig dazugeben, das grobe Protokol (oder was auch immer am besten als Bezeichnung passt) fertig stellen und dann (neben dem Essen) hier posten.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon ello » So 4. Nov 2018, 22:24

Das Rumfordsuppen-Experiment auf Basis eines bei Wikipedia entdeckten Rezeptes (aka Scan einer alten Quelle)

Urspruenglich geplant fuer eine Gruppe Gaeste, da selbige aber entweder nicht einmal vom Plan wussten oder aus gesundheitlichen Gruenden anderweitig beschaeftigt sind, wird das dann wohl unser Essen fuer die naechsten Tage. Ein Topf mit etwas Einweichwasser, Getreide das sogar Gerste sein muesst und den Erbsen (Mengen wie im Original, hab als Faustregel irgendwo nen Essloeffel je Loth gefunden) wurde direkt aufgesetzt, aus Platzgruenden (aka der Topf mit dem groessten Fassungsvergmoegen hat leider nur 5l und Einweichwasser quillt eh gern auf) allerdings erstmal nur mit ca 3,5l. Gerade eben wurde dann der Rest aufgefuellt bis zur 5l-Marke und die Kohlen angefacht der Herd auf hoher Stufe eingeschaltet (merke: eigentlich ist die Groesste Platte noch zu klein!). Die restlichen 2l werden vermutlich nach und nach bei Bedarf zugefuegt, da das ganze ja laut Rezept eh ein wenig einkocht/eindickt. Am Rande: Ein Quart ist ungefaehr ein Liter, mal mehr, mal weniger. Also passt die Faustregel, das ganze einfach 1:1 umzurechnen hoffentlich einigermassen.
Nachdem das Wasser mit den Erbsen und dem Getreide also aufgekocht ist, wurde erstmal die Hitze ein wenig runter gedreht und der Deckel, der eigentlich ja gut schliessen soll und genau das auch tut ein wenig schraeg gestellt, damit nix ueberkocht. Bei voellig verplanter und erst mal zu hoher Wassermenge ist passiert sowas leider schnell. Also erstmal kurz warten, dann den Deckel wieder drauf und 2 1/2 Stuendchen koecheln lassen. Die gute alte Hausfrau und Mutter nutzt diese Zeit natuerlich ganz ordentlich fuer andere Taetigkeiten im Haushalt oder in der Kueche, alle anderen verzocken sie doch bitteschoen oder erlauben sich, eitel zu sein.
Im uebrigen ist das auch eine gute Gelegenheit fuer einen kleinen Abstecher in Richtung "Wie trickse ich schnell einen Bieressig herbei". Grundlage hierfuer waren bei mir etwas Essigessenz und eine Flasche schon lasches (und sicher nicht mehr so trinkbares) Bier, das anstelle des sonst ueblichen Wassers zum verduennen hergenommen wurde. Am besten am Vorabend oder so vorbereiten, dann kann das bis zur Verwendung schoen durchziehen. Sollte immer noch Kohlensaeure drin sein: zwischendrin schuetteln, aufschauemen und mit leicht geoffnetem Deckel stehen lassen.
Nach den ersten zweienhalb Stunden auf dem Herd kommen dann (zusammen mit dem Salz, falls verwendet) die geschaelten und geschnittenen Kartoffeln mit in den Topf - im Original sinds 2 Pfund 10 Loth, ich hab aus unserem 4kg Sack zwei eher dicke genommen, und da waren zu Beginn maximal zehne drin, davon ein paar "klein" also duerfte so eine Monstertoffel durchaus nen gutes Pfund haben.
Ist eine weitere Stunde vergangen, kommt die Fleischeinlage dazu (in unserem Fall Speck). Danach darf das ganze noch etwa 1 1/2 Stunden weiter koecheln, also alles andere als ein schnelles Rezept. Da das Zeuch aber nur wenig Aufmerksamkeit waehrend dem Kochprozess zu verlangen scheint, passts auch wieder.
Die Letzte Zeit laesst sich auch prima nutzen, um (ganz dekadent) etwaige Beilagen oder gar Desserts vor- bzw. zuzubereiten. Um dabei noch halbwegs einfach und preiswert zu bleiben, greift der schlaue Koch zu selber gemachtem daenischen Gurkensalat (da es sich primaer um eine reine Geschmacksbeilage fuer die kleine Portion "Frische" handelt reicht eine Gurke sicher auch fuer bis zu sieben Personen aus. Ebenso der Apfelkuchen, der is ja sicher nicht zum satt werden.
Ausserdem werden jetzt auch, zumindest im Rezept, die Brotwuerfel gedoert oder gebraten/geroestet. Viel Glueck dabei, das auf einem viel zu kleinen Herd hinzukriegen. Dafuer schmeckts mit Speckfett oder aehnlichem ganz okay.
Kurz vor dem servieren noch den Bieressig dazu kippen (so etwa ne Viertelstunde laut Rezept) und dann mit dem Brot servieren. Wohl bekomms und mal sehen obs denn schmeckt.
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » Di 6. Nov 2018, 20:35

:lol:
Sehr gut.

Ich hab gefüllte Paprikaschoten gemacht.
Hack war im Angebot und die Paprika müssten weg (für Salat nicht mehr knackig genug).

Für 4 Portionen:
- Soviel Reis, wie vier von euch essen möchten plus ein Beutel
- 4 Paprikaschoten
- 1 Pfund Hack
- 1-2 fein gewürfelte Zwiebel
- 1-2 Dosen gehackte Tomaten (abhängig davon, wieviel Sauce man möchte)ich
- Knoblauch
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver rosenscharf, Worcestersauce
- evtl. etwas Zucker und milder Essig zum Abschmecken der Sauce
- Vielleicht auch ein wenig Öl

Den einzelnen Reisbeutel kochen, abgießen und abkühlen lassen.
Die Paprika vorbereiten: Deckel sauber abschneiden, Kerne und das weiße Kerngehäuse behutsam rausschneiden, nochmal abbrausen.
Aus Hack, Zwiebelwürfeln, Reis und Gewürzen eine ordentlich würzige, eher etwas matschige Frikadellenmasse herstellen und auf die Paprikas verteilen bzw sie ordentlich damit füllen.Ich
Die abgeschnittenen Deckel auf die Schoten legen und in eine nicht zu große Auflaufform stellen. Ich nehme dazu gerne eine Brownieform.

Wenn Hackpampe übrigbleibt, kommt die krümelig gebraten mit in die Tomatensauce.
Dosentomaten in einen Topf, bisschen Wasser dazu, bis die Dicke stimmt, aufkochen, ordentlich würzen und abschmecken. Bisschen köcheln lassen.
Zu den Schoten in die Auflaufform gießen und ab in den vorgeheizten Ofen.

45-60 Minuten bei 225° Ober- und Unterhitze oder bei 180° Umluft sind ne grobe Schätzung, abhängig davon, wie groß die Paprikaschoten sind - bitte nicht halbroh essen, Hackfleisch verkeimt auch unter besten Bedingungen sehr schnell!
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Re: Essen fuer Arme

Beitragvon sarah » So 11. Nov 2018, 19:16

Erbseneintopf, sehr deftig
(Ergibt einen großen Suppentopf voll)

- Je 1 Pfund Räucherfleisch und ungeräuchertes; beides NICHT mager, sonst wird's hart und trocken (ich hatte dicke Rippe). Alternativ Mettwürstchen und/oder geräucherter Speck am Stück
- 1 Pfund getrocknete Erbsen - wer den Eintopf gern etwas stückig hat, nimmt ganze grüne, wer gerne eine breiige Konsistenz mag, nimmt halbierte, die verkochen mehr.
- Einen Suppenteller voll Kartoffeln. Breiig: mehlig kochende, sehr stückig: festkochende.
- 1 Pfund Suppengemüse
- Salz, Pfeffer, Majoran

Einen Tag vorher die Erbsen in einer sehr großen (wichtig) Schüssel einweichen, damit sie beim Quellen nicht über den Schüsselrand kullern. :cool:
Das Fleisch mit Wasser bedeckt im Suppentopf bei kleiner Hitze köcheln lassen.
Wenn das Fleisch gar ist, rausnehmen und abkühlen lassen, dafür die angegossen an Erbsen, das Suppengrün und die gewürfelten Kartoffeln in die Fleischbrühe geben. Evtl. salzen und kräftig pfeffern.
Weiter köcheln lassen,gelegentlich umrühren und wenn nötig Wasser nachschütten.
Wenn das gekochte Fleisch abgekühlt ist, in mundgerechte Stücke schneiden und in den Topf geben.
Mitziehen lassen.
Der Erbseneintopf ist fertig, wenn Erbsen und Kartoffeln weich sind bzw zerfallen sind.
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